Durch das schweizer Mittelland zum Lac de Neuchâtel

Montag, 12.08.2019

In der Schweiz gibt es einige große nationale Radrouten. Eine davon heißt Mittellandroute (Nr. 5) und führt vom Bodensee zum Genfer See. Ihr folgen wir im zentralen Teil Richtung Westen. Entlang der Aare kommen wir nach Wangen. Typisch für diese Gegend sind die rustikalen Holzbrücken.

 

Die Radrouten hier sind sehr gut beschildert - signalisiert, wie die Schweizer sagen. Wir folgen dem dritten Schild von oben und erreichen bald Solothurn, das als schönste Barockstadt der Schweiz gilt.

Die nächsten Bilder zeigen die St. Ursen Kathedrale.

Auf den Stufen vor der Kathedrale demonstriert eine Gruppe junger Klimaaktivisten.

Das Innere der Jesuitenkirche.

Überall in der Stadt stehen Brunnen mit bunten, säulenartigen Aufsätzen.

Für meine Tour suchte ich noch ein paar Badeschlappen. Bisher hatte ich nichts Passendes gefunden. In Solothurn gab's dann dieses Modell zum Schnäppchenpreis - da musste ich doch zuschlagen, oder?

Bei Altreu gibt es einen kleinen Campingplatz mit Bootsanleger an der hier trägen, breiten Aare. Unsere Zeltnachbarn waren ein nettes französisches Ehepaar, nicht viel jünger als wir, auf Radtour von Budapest  nach Lausanne.

Morgens sah das Ganze dann so aus. Über den Frühstücksplatz kann man doch nicht meckern.

Hier in Altreu gibt es sehr viele Störche. Sie brüten auch auf dem Dachfirst des benachbarten Restaurants. Die Leute erzählten uns, dass manchmal mehr als 40 Paare hier sind. Im Ort gibt es sogar ein Storchenmuseum.

Am Sonntag haben wir auch Sonngagswetter, zumindest tagsüber. Entlang der Aare ist bald der Bieler See erreicht. Viele Einheimische nutzen das schöne Wetter zum Picknicken, Segeln oder Schwimmen.

Damit kann der Ziegenbock doch fast im Zirkus auftreten.

Am westlichen Ende des Bieler Sees öffnet sich der Blick plötzlich und wir können in weiter Entfernung (später auf der Karte nachgesehen etwa 100 km) die Berner Alpen erkennen.

Etwa über meiner Fronttasche und nochmal in Großaufnahme stehen die berühmten Eiger, Mönch und Jungfrau (von li nach re) vor uns. Die beiden letztgenannten habe ich vor ca. 25 Jahren zusammen mit meinem Bruder Peter bestiegen.

Am Spätnachmittag zog es sich - wie vorhergesagt - aber bedrohlich zu. Nach einer Pause in Estavayer Le Lac wollten wir eigenlich noch 11 km zu einem anderen Campingplatz weiterfahren. Es kam allerdings so ein heftiger Gewittersturm mit Regen auf, dass wir hier im Ort geblieben sind. Wir brauchten noch nicht einmal das Zelt aufbauen. Die nette Dame an der Rezeption des hiesigen Campingplatzes bot uns einen ganz neuen 6er Schlafraum seperat für uns an, mit Küchenbenutzung und Wlan. Da mussten wir bei dem Wetter nicht lange überlegen. Auch für den Montag ist mäßiges Wetter angesagt. Deshalb haben wir heute Morgen verlängert und nutzen diesen Tag zum Ausruhen, Rad säubern und Blog schreiben, auch der Gang durch den mittelalterlichen Ort hat sich gelohnt. Das Wetter ist übrigens viel besser alls angesagt, nur am Morgen gab es einen kurzen Schauer.

Blick vom Ort auf den Lac de Neuchâtel